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Peking und Riadh - Gemeinsame Interessen

  • asia arab monitoring
  • 9. Dez. 2022
  • 1 Min. Lesezeit

Wenig erstaunlich wird die Reise Xi Jinpings nach Riadh sehr unterschiedlich bewertet. Westliche Medien stellen die Annäherung von zwei autoritären Regierungen in den Vordergrund und verweisen auf die Menschenrechtssituation in den beiden Staaten. Medien aus der Region heben die getroffenen Vereinbarungen aus den Bereichen alternative Energiegewinnung, Infrastruktur und Gesundheit hervor - und natürlich eine etwas undefinierte 'strategische Partnerschaft'. Die Sharq al Awsat meldet Projekte im Wohnungsbau und Exploration, wobei die saudische 'Vision 2030' häufiger Erwähnung findet. Neben anderem kann auch Huawei sein Geschäft in Saudi Arabien ausbauen.

Der chinesische- saudische Gipfel ist nur ein Element der Reise Xi Jinpings. Treffen mit den Staatschefs der Golfstaaten und des Mittleren Ostens schließen sich in den nächsten Tagen an.

Die fortgesetzte chinesische Annäherung an Staaten des Mittleren Ostens ist geschickt. Xi Jinping begab sich erst vor wenigen Monaten wieder auf Auslandsreisen. Die erste führte ihn nach Zentralasien. Nach der Teilnahme an der G-20 Konferenz auf Bali, wo er bereits Kronprinz Muhammed bin Salman traf, besucht er nun Saudi und Arabien und unterstreicht die Bedeutung der Region. Reisen westlicher Politiker in die Region, wie zuletzt in Qatar, erscheinen dagegen wie Bittgänge, die Erdgaskrise in Europa zu mildern.

Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates in den USA wertete - wenig überraschend - den Besuch als Versuch Pekings, seinen Einfluss in der Region zu stärken, von dem die US- Politik unbeührt bleibe. Dazu könnte man anmerken, dass der Einfluss Washingtons in der Region seit Jahren sinkt und nur kurzzeitig durch einen Besuch Trumps in Riadh Aufwind erhielt. Eine Rede Obamas 2009 in Kairo, die damals den Zusatz 'historisch' erhielt, ist tatsächlich bereits Geschichte.

 
 
 

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