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Chinesisch-ägyptische Luftgeschäfte

  • asia arab monitoring
  • 23. Sept. 2023
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Sept. 2023

Die libanesische Beratungsfirma ‚Tactical Support‘ berichtete bereits vor einiger Zeit über Gespräche der chinesischen Chengdu Aircraft Industry Group mit dem ägyptischen Militär zum Erwerb von zwölf Jian-10C Kampfflugzeugen. Ein entsprechender Deal würde nicht überraschen. Die Volksrepublik versucht – ablesbar an ihren Auftritten auf Rüstungsmessen in der Region – sehr aktiv seine Anteile an diesem lukrativen Markt auszubauen. Im Bereich von Drohnen für die militärische Nutzung ist Peking das bereits gelungen. Das ägyptische Militär seinerseits ist bekannt für sein Faible für neue Hardware.


Zwei Nachteile stellen sich ein, die aber auch früheren Rüstungsgeschäften nicht im Wege standen. Die Finanzlage Ägyptens ist schwierig bis kritisch – die beständigen Abwertungen des ägyptischen Pfunds bieten dafür einen Hinweis. Und die ägyptischen Luftstreitkräfte sammeln Kampfflugzeuge aus aller Welt. Die amerikanische F-16 bildet das Rückgrat, verstärkt durch Rafale und Mig-29. Jeder Typ erfordert separates Training, Wartung und Ersatzteile – Militärlogistiker sind davon eigentlich nicht begeistert. Außerdem dürften die USA, die Ägypten jährlich über eine Milliarde Dollar an Rüstungshilfe überweisen und damit trotz aller Kritik an jüngeren politischen Entwicklungen weiterhin ein sehr verlässlicher Partner sind, die Einkäufe aus China genau beobachten. Russland dagegen kann sich nicht beschweren. Die bislang von Russland gelieferten Triebwerke wurden in der C-Version durch chinesische ersetzt - ein deutliches Zeichen für die zunehmende Eigenständigkeit der Volksrepublik auch bei dieser Technologie.

 
 
 

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